Die ”Graphik” der Stadt Pecs zeichnet sich vom gewohnten ungarischen Stadtbild abweichend mit der Geräumigkeit seiner öffentlichen Gebiete nicht aus. Der Berührungspunkt des Berglandes und der Ebene brachte tipische wirtschaftsgeographische Umstände zur Entstehung der Stadt hervor. Die geologische Zustände bestimmten also die Landkarte der Stadt, die manchmal bessere Garantien als die Historische zur Aufbehaltung der organisierten Lebensführungen sichernten.
Der Komitat- und Bischofssitz liegt am Fusse des Berges Mecsek im Süden in Ungarn. Die Stadt von historischer Bedeutung ist mit seiner 162 000 Einwohner die fünfte grösste Stadt des Landes. Die Römer gründeten die Siedlung im II. Jahrhundert unter dem Namen Sopianae und war sie schon im IV. Jahrhundert ein blühender Provinzsitz.
Pecs ist die Stadt der Denkmalen. Das Gebäude des Altchristlichen Mausoleums aus dem IV. Jahrhundert ist die einzigartige Sehenswürdigkeit der Stadt, die das Frühchristentum zitiert.
In 1367 gründete König Ludwig Gross die este heimische Universität. Die Blütezeit von Pecs im Mittelalter dürfte in der zweiten Teil des XV. Jahrunderts betragen. Zu dieser Zeit lebte der Bischof von Pecs Jannus Pannonius, der grösste Dichter des ungarischen Humanismus.
Man kann die Spure der türkische Besetzung aus den XVI-XVII. Jahrhunderten in mehreren Punkten der Stadt sehen.
Unter den barocken Bauherrn ist die Tätigkeit des Bischofs Klimo hervorragend. Die Gründung der erste heimische offene Bibliothek ist mit seinem Namen verbunden.
In 1780 bekam Pecs den Rang ’Freie Königstadt’, damit die stadt sich stark verbürgerlichte und begann eine Industrie-und Wirtschaftsaufschwung. In den 1850-60er Jahren gegründeten Fabriken (zum Beispiel: Keramikfabrik Zsolnay) wurden im ganzen Land berühmt und sind in unseren heutigen Tagen auch im Betrieb.
In 1869 wurde die Synagoge gebaut, wo man die erste Angster-Orgel besichtigen kann. Es wurden auch bürgerliche Wohnhäuser und öffentliche Gebäuden gebaut: die Universitätsbibliothek, das Nationaltheater Pecs, das Elefant-Haus. Zu dieser Zeit wurde der Széchenyi Platz, der Hauptplatz der Stadt homogen und erhielt seinen heutigen Zustand.
Pecs stellt auch die Werke der Künstler vom XX. Jahrhundert zur Schau: das Museum Csontvary und die Reihen der Ausstellungssäle in der Kaptalan Strasse (das Museum Vasarely und die Ausstellung von Amerigo Todt) bieten ein hochwirksames Erlebniss.
In der Nähe von der Basilika steht im Land eigenartig an derselben Stelle das Denkmal der Märtyrer von Arad.
An der Stelle des Dom stand die altchristliche Basilika. Sie wurde später erweitert und wurde die Unterkirche über das Heiligtum gebaut. Die Türmer wurden in den XI-XII. Jahrhunderten aufgebaut. Das Feuer zerstörte mehrmal die Kirche, deshalb wurde sie oft umgebaut. Am Anfang des XI. Jahrhunderts wurden die Seitenschiffe zugewölbt und wurden zwei neue Kapelle gebaut: die Kapelle der Schmerzhafte Jungfrau und die Kapelle von Corpus Christi. In 1345 wurde die Zuwölbung des Hauptschiffes durchgeführt. Die Wände wurden mit gotischen Freskos dekoriert. In den 1500er Jahren wurden mehr neue Freskos gemalt. Der Dom bekam den Rang ’Basilika’ von dem Papst Johannes der II. anlässlich seines Besuches in Ungarn. Der Dom steht am Szechenyi Platz.
Er ist alltags von 9.00 bis 19.00, am Samstag von 9.00 bis 14.00, am Sonntag von 13.00 bis 17.00 geöffnet.
Altchristliches Mausoleum
Die Stadt Sopianae - die Urstadt von Pécs – entfaltete im II. Jahrhundert. Es ist das grösste Gebäude des altchristlichen Friedhofs aus dem IV. Jahrhundert. Die Oberstufe ist eine einschiffige Kirche, die Unterstufe ist ein mit Symbolen und Szenen aus der Bibel dekorierten Grabkammer. Der Friedhof der Stadt aus der Römerzeit zog sich über der heutigen Ferencesek Strasse bis zum Dom ausbreitenden Gebiet. Adresse: 7621 Pecs, Szent Istvan Platz, Tel: +36 72 / 312-719 Öffnungszeit: 10.00-16.00 jeden Tag, ausser Montag.
Barbakan Garten
Der Barbakan Garten zieht sich vom Dom Platz westlich neben dem Bischofspalast entlang. Die Promenade führt zum altgotischen mit Schiessscharten versehenen ziehbrückigen Barbakan.
Stadtmauer
Der kleinere Abschnitt der Burgmauer ist aus der Klimo Gyorgy Strasse auch zu sehen, wo neben der renovierten Mauer ein Promenade mit Park angelegt wurde.
Franziskaner-Kirche
Der franziskanische Orden war schon im XIII. Jahrhundert in Pecs tätig. Ihr Kloster und ihre Kirche wurden von den Türken umgebaut. Der türkische Weltreisende, Evlia Cselebi liess Beschreibung über die Hochschule, das Dschami und das Bad von Pascha Memi auf die Nachwelt. Nach der Befreiung von der türkischen Herrschaft gelangte das Dschami und das Gebäude des ehemaligen Klosters in den Besitz des Franziskaners zurück. Man kann die Franziskaner-Kirche am Korhaz Platz besichtigen.
Das Dschami von Jakovali Hasszan Pascha
Das ist die einzige unversehrte türkische Kirche in Pecs. Neben dem Dschami erhebt sich noch das Minarett auch hier. Rund um das Dschami entfaltete sich ein klein Stadtteil, der ein wichtiges Zentrum des Islams in Ungarn bildete. In seiner Medress (Hochschule) studierten Studenten und verkehrten Pilger aus fernen Ländern in seinen Klostern. Nach der Behebung des türkischen Herrschaftes vermeidete das Aussen des Dschamis den Umbau und wurde das Innere erst zur christlichen Kirche umgebaut. Das Dschami liegt in der Nähe vom Korhaz Platz.
Es ist im ganzen Jahr geöffnet.
Badegebäuden
Zum Stadtbild der türkische Zeit gehören unausbleiblich die Badegebäuden mit Kuppeln, die ausser der Reinigung einen von den Schauplätzen des gesellschaftlichen Leben bedeuten. Der türkische Weltreisende Evlia Csalabi erwähnte drei Bäder in Pecs im zweiten Teil des XVI. Jahrhunderts: das Bad von Memi Pascha, von Ferhad Pascha und Kaszim Pascha. Diese Bäder wurden alle völlig zerstört. Das Bad von Fernad Pascha wurde sehr früh vernichtet und kamen seine Grundmauer erst zum Vorschein. Das Bad von Memi Pascha wurde in 1880er Jahren niederrissen aber es wurde in 1963 freigelegt und zusammen mit seiner funkcionierten Ausgussrinne restauriert. Die Bäder sind in der Ferencesek Strasse 33. zu besuchen.
Das Grabdenkmal von Idrisz baba
Das Grabdenkmal von Idrisz baba steht auf dem Rokus Hügel im Garten des Kinderkrankenhausses in malerischer Umgebung. Nach den einander widersprechenden zeitgenössischen Quellen war Idrisz baba Arzt oder Hellseher von Beruf. Eins ist sicher: er lebte im zweiten Teil des XVI. Jahrhunderts in Pecs. Er kam wahrscheinlich mit den Eroberen oder mit den ersten Einwanderern in unsere Heimat. Nach seinem Tod wurde der in seinem Leben berühmte Arzt als Heilige verehrt und pilgernten vielen zu seinem Grab.
Dschami
Am Hauptplatz von Pecs, am Szechenyi Platz steht die Innenstadtkirche, das ehemalige Dschami von Gazi Kaszim Pascha, das in Ungarn der monumentalste Bau der türkische Architektur ist. Im Mittelalter stand hier die Pfarrkirche Sankt Bertalan, die sich nach mehreren Umbauarbeiten zum Dreischiffigen erweiterte und wurde die zweitgrösste Kirche der Stadt.
Es ist von 16. April bis 14. Oktober geöffnet zwischen 10.00 und 16.00 Uhr.
Synagoge
Von 1865 bis 1869 wurde die Synagoge am Kossuth Platz gebaut. Die Architekten: Frigyes Feszl, Karoly Gerster, Lipot Kauser. Sie ist im Stil Romantik. Ihre Orgel wurde in der Angster Fabrik in Pecs gebaut. Um die Uhr herum steht eine Aufschrift: „Nennen alle Völker sie Bethaus”.
Pinter Garten
Die für submediterranische Wirkungen ausgesetzte Gebirge Mecsek ist an botanischen, zoologischen und geologischen Werte ein sehr reiches Gebiet. Deshalb ist die ausgezeichnete Aufgabe der Verwaltung des Nationalparks Duna-Drava der erhöhte Schutz, die Förderung des Fortbestandes dieser Werte ebenso auf den geschützten und ungeschützten Gebieten der Gebirge. Das Zentralgebäude der Verwaltung liegt in der Nähe vom Pintér Garten. Dieses Arboretum kann ausser der Winterzeit immer besichtigt werden und hat ein sehr interessantes Milieu. Adresse: 7625 Pecs, Tettye Platz 9. Tel: +36 72 / 517 200 Öffnungszeit: von 1.Mai bis 30. September Samstag-Sonntag und Feiertag: 10.00-18.00, alltags nach voriger Anmeldung.
Misina-Spitze
Auf der Misina-Spitze steht der 176m hoch TV-Turm. Bei günstigem Wetter kann man aus dem Ringaussichtsturm weit sehen. Wir können in der Richtung Süd die Stadt, bzw. den Baranyaer Hügelrücken, ferner die Villanyer Gebirge bewundern. In der Richtung Ost erhebt sich der Zengo, im Westen der Tubes, im Norden der Mecsek.
Terrarium-Aquarium
Der Kulturpark Mecsek wurde am 22. August in 1985, an der 25. Jahreswende der Institut mit einem neuen landesweit einzigartigen Objekt – vielmehr hinsichtlich seiner Plazierung in Europa auch – reicher.